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Geschrieben von: Tageszeitung Österreich
Tageszeitung Österreich, 6. November 2006
Haschisch-Schmuggel, "Koran-Entweihung" etc.: Seit Jahresbeginn wurden in Saudi-Arabien bereits 34 Menschen enthauptet.
In Saudi-Arabien sind am Montag drei Iraker enthauptet worden, weil sie Haschisch geschmuggelt haben sollen. Am selben Tag war in der Stadt Arar ein saudi-arabischer Staatsbürger öffentlich enthauptet worden, der einen Landsmann erschossen hatte. Der "Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit" (WADI) rief deshalb am Donnerstag in einer Aussendung dazu auf, Protestschreiben an die saudi-arabische Botschaft in Wien zu schicken.
Auspeitschungen
Seit Jahresbeginn wurden in Saudi-Arabien laut WADI bereits 34 Menschen enthauptet. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 38 Personen wegen Drogenschmuggels, Mordes oder Vergewaltigung hingerichtet. Zurzeit sitzt in dem streng wahhabitischen Staat ein Ägypter in der Todeszelle, weil er "den Koran entweiht" haben soll. Zudem besteht die Gefahr, dass eine 19-jährige Frau - die nur unter der Bezeichnung "das Mädchen aus Al-Qatif" bekannt ist - sowie fünf Männer ausgepeitscht werden sollen.
Saudi-Arabien zählt zu den Staaten mit den weltweit meisten Hinrichtungen und Körperstrafen, die nach der saudischen Lesart des islamischen Rechtes vollstreckt werden.
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