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Presseaussendung von WADI Österreich
Wien, 03.04.2006
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Die Verurteilung wegen „Entehrung der Kurdischen Führung und ihres Kampfes" sei annulliert worden nachdem sich Kamal Sayid Qadir mit den kurdischen Behören geeinigt habe.
„Es gab eine lange Aussprache zwischen meinem Bruder und den kurdischen Behörden. Man hat sich entschlossen, im Guten auseinander zugehen. Die Verurteilung wurde für nichtig erklärt" berichtete seine Schwester.
Der Premier der Kurdischen Regionalregierung, Nichirvan Barzani, unterzeichnete die Begnadigung.
Kamal Sayid Qadir will, laut seiner Familie, noch diese Woche nach Österreich zurückkehren.
„Unser Leiden hat nach diesen schrecklichen sechs Monaten endlich eine Ende genommen", freut sich die Schwester von Qadir.
Die Hilfsorganisation WADI, die sich neben Amnesty International und einigen kurdischen Menschenrechtsorganisationen ebenfalls für die Freilassung Qadirs eingesetzt hatte, arbeitet seit 1993 ohne Unterbrechung im Nordirak und unterstützt vor Ort Frauenprojekte (z.B. Schutzhäuser). Im Gefängnis der nordirakischen Stadt Suleymania betreibt WADI eine Bibliothek sowie diverse Bildungsprojekte und setzt sich damit für die Rechte von Gefangenen im Irak ein.
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