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Kurdisches Gericht verurteilt österreichischen Staatsbürger kurdischer Herkunft zu 30 Jahren Haft


Presseaussendung von WADI Österreich
Wien, 20.12.2005

Ein Gericht in Hawler (Arbil), der Hauptstadt des irakisch-kurdischen Autonomiegebietes hat den Juristen Kamal Said Qadir (48) zu 30 Jahren Haft verurteilt. Wie die Schwester des Inhaftierten einer kurdischen Webseite mitgeteilt hat, wurde ihr Bruder der "Entehrung der kurdischen Führung und ihres Kampfs" beschuldigt. Laut KDP-Vertretung in Österreich war ihm Ehrenbeleidigung vorgeworfen worden.

Qadir hatte in mehreren Artikeln den Vorsitzenden der Demokratischen Partei Kurdistans (KDP) und dem Präsidenten der Kurdistan Region, Massoud Barzani, und seine Familie stark kritisiert und beschimpft. Zuletzt hatte er einen Brief geschrieben in dem er Masud Barzani u.a. vorgeworfen hatte KGB- und Mossad-Agent zu sein.

Kamal Said Qadir war lange Zeit im Exil in Wien und ist österreichischer Staatsbürger. Nicht nur Stil und Inhalt seines Briefes an Barzani, sondern auch seine Beschimpfungen gegen andere KurdInnen und IrakerInnen in Wien, unterstützen die These, dass Kamal Said Qadir unter schweren psychischen Problemen leidet. Sollte das Urteil gegen ihn rechtskräftig sein, dürfte seine psychische Situation im Verfahren nicht berücksichtigt worden sein.
Kamal Said Qadir wurde am 26. Oktober 2005 nach seiner Rückkehr nach Kurdistan vom Sicherheitsapparat der KDP verhaftet.

Quelle: www.amude.com und andere kurdische Websites

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