Presseaussendung von WADI Österreich
Wien, 12.11.2005
Kamal Said Qadir, ein österreichischer Staatsbürger kurdischer Herkunft, der - wie wir bereits vor 10 Tagen berichtet hatten - nach der Veröffentlichung eines Offenen Briefes an Masud Barzani, in dem er den Präsidenten des kurdischen Autonomiegebietes bezichtigte KGB-Spion und israelischer Agent zu sein, verschwunden war, befindet sich nach Auskunft des österreichischen Außenministeriums in Arbil/Hawler in Haft. Er durfte mittlerweile auch von seiner Familie besucht werden, der er versicherte gut behandelt worden und nicht gefoltert worden zu sein. (so lautet die Auskunft des Österreichischen Außenministeriums) Laut Auskunft von KDP-Funktionären in Wien, wird ihm Ehrenbeleidigung vorgeworfen. Nachdem Anfangs der Aufenthaltsort Kamal Said Qadirs unbekannt war, befürchteten manche Bekannte des psychisch labilen Juristen, dass ihm in Gefangenschaft etwas zustoßen könnte. Insbesondere das Internationale Komitee des Kurdistan Referendum Movement (ein Zusammenschluss kurdischer Intellektueller für eine Volksabstimmung über die Unabhängigkeit Kurdistans) hatte sich für die Freilassung Kamal Said Qadirs eingesetzt. Aber auch amnesty international hatte sich des Falles angenommen.
Nun, da der Aufenthaltsort Kamal Said Qadirs bekannt ist und klar ist, dass er nicht gefoltert wurde, hoffen wir auf einen fairen Prozess, bei dem auch die psychische Situation des Angeklagten berücksichtigt wird.
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