Â
Â
PA, 15.1.2009
Â
Seit kurzem befinden sich drei Kurzfilme (jeweils drei Minuten) über die Irak-Projekte von LeEZA zum Ansehen auf Youtube!Mit besten Grüßen,
das LeEZA-Team
-------------------------------------
LeEZA unterstützt eine Kampagne gegen Weibliche Genitalverstümmelung (FGM) und das Frauenzentrum in Kifri, Nordirak
;fmt=18
LeEZA unterstützt ein Frauenzentrum und das Radio Dengi Nwe in Halabja
;fmt=18
LeEZA unterstützt das Frauenzentrum in Biara, Nordirak
;fmt=18
Zu den Projekten: (nähre Informationen dazu auf www.leeza.at)
Von August 2004 bis Dezember 2008 unterstützte die Organisation LeEZA das freie Radio Dengi Nwe in Halabja, sowie die Frauenzentren in Biara, Halabja und Kifri mit finanzieller Hilfe der OEZA (Österreichische Entwicklungszusammenarbeit), der Stadt Wien und dem Weltgebetstag der Frauen Österreich.
In Biara, in Halabja und in der Region Hawraman, wo bis 2003 die radikalislamistische Ansar al-Islam ein Terrorregime errichtet hatte, wurden nach der Vertreibung der Islamisten im Jahr 2003 von lokalen ProjektpartnerInnen drei Frauenzentren eröffnet.
Im Irak ist, wie in den meisten Staaten des Nahen Ostens, die öffentliche Sphäre weitgehend den Männern vorbehalten, während die Frauen im Privaten oft unter sich sind. Öffentliche Orte der Begegnung gibt es für Frauen selten. Bildungsmöglichkeiten sind für Männer viel leichter zugänglich als für Frauen.
Genau hier steuern die Frauenzentren gegen und schaffen einen Begegnungsraum für Frauen, in dem sich Frauen und Mädchen treffen und fortbilden können. Gerade dort, wo der Einfluss reaktionärer Islamisten stark ist, müssen Frauen erst wieder Zugänge zu öffentlichem Handeln ermöglicht werden.
Diese Zentren sind mit Bibliothek und Computerraum ausgestattet. Es werden verschiedenste Kurse angeboten, die vom Näh- und Schminkkurs über Alphabetisierungskurse bis zum Computerkurs reichen. Frauen und Mädchen bekommen so nicht nur endlich Zugang zu Bildung, sondern können auch selbst ihren öffentlichen Raum mitgestalten.
Nach dem Sturz des Ba'th-Regimes entstand im Irak auch ein Freiraum für neue Medien, der trotz des anhaltenden Terrors und der traditionell patriarchal geprägten Gesellschaftsstrukturen genutzt wird.
Zum Beispiel von jenen Frauen und Jugendlichen im nordirakischen Gebiet von Shara Sur, Halabja und Hauraman, die mit dem Sender Dengi Nwe (Neue Stimme) ein einzigartiges Projekt umsetzten: Sie gründeten ein dezidiert parteiunabhängiges Community-Radio, das nach acht Monaten Vorbereitungszeit und Probebetrieb im September 2005 live on air ging. Der Sender besteht aus angestellten und ehrenamtlichen MitarbeiterInnen besteht. Sie sind allesamt Überlebende des Giftgasangriffs des Ba'th-Regimes auf Halabja und teilen das Trauma von Tod und Vertreibung, Flucht und Exil, Rückkehr und Internierung in sogenannten Collective Towns.
Thematisch umfasst das Radioprogramm gesellschaftsrelevante Aspekte wie u. a. Umgang mit Behinderungen, Gewalt an Frauen und Jugendlichen, Gesundheit, Weibliche Genitalverstümmelung, Sexualität und der rechtliche Status von Frauen. Die MitarbeiterInnen von Radio Dengi Nwe wollen dadurch das Bewusstsein für Frauenrechte und das Verständnis für die Jugend stärken.
Frauen wird ein öffentliches Forum geboten, in dem sie über ihre Situation und Erfahrungen berichten können. Den TeilnehmerInnen soll dabei auch die Fähigkeit zu journalistischer Arbeit vermittelt werden. Weiters will das Team über Gleichberechtigung von Männern und Frauen, Ausbildungsmöglichkeiten, Musik, Mode sowie internationale Kultur berichten.
Bis April 2009 läuft ein weiteres weiteres Projekt: eine Kampampe gegen weibliche Genitalverstümmelung im Nordirak sowie eine Studie über die Verbreitung von FGM in der Region.
Frauengeführte mobile Teams bestehend aus einer Ärztin, einer Sozialarbeiterin und einer Krankenschwester oder Psychologin organisieren seit mehreren Jahren in den verschiedenen Regionen des Nordirak Frauenversammlungen, diskutieren über gesundheitliche sowie gesellschaftliche Probleme und leisten Hilfestellung.
Eine umfassendere Studie, die u.a. aus Mitteln der Österreichischen Entwicklungs- zusammenarbeit (OEZA) sowie von Amnesty International (Sektion Frauenrechte, Österreich), gefördert wird, soll nun Daten über die Verbreitung von weiblicher Genitalverstümmelung (FGM) liefern, die dann für die Öffentlichkeit, politisch MandatsträgerInnen und NGOs zur Verfügung stehen sollen.
LeEZA, Postfach 105, A-1181 Wien | Tel.: +43-650-5236415 | Fax: +43-1-9135484 | info@leeza.at